Peru, Ecuador, Galapagos | 7. März 2026 bis 20. März 2026
Wir werden in diesen knapp 14 Tagen in Peru das historische Zentrum Limas (UNESCO-Weltkulturerbe) und Cusco,
das ehemalige Zentrum des Inka-Reiches, besuchen.
Weiter geht es nach Ollantaytambo im Heiligen Tal,
von wo aus wir mit dem Zug auf der Schmalspurbahnstrecke nach Machu Picchu fahren.
In Ecuador besichtigen wir die wunderschöne Altstadt von Quito, die am zweithöchsten gelegene Hauptstadt der Welt
und ebenfalls UNESCO-Welterbestätte.
Dann geht es auf unser Expeditionsschiff MS Santa Cruz II
und wir erkunden in den folgenden Tagen die spektakulären Galapagos-Inseln mit hoffentlich zahlreichen Tierbeobachtungen.
(gebucht über HX Expeditions; https://www.travelhx.com/de-de/)
Sehr gerne nehmen wir Euch mit auf diese Reise.
Donnerstag
12. Mrz
2026
Tagesstart
Ort: Quito
Uhrzeit: 06:00 Uhr
Tagesende
Ort: Quito
Uhrzeit: 20:30 Uhr
Wetter: leichte bis stärkere Bewölkung, mäßig warm
Tagesbericht:
Heute Morgen ist ausschlafen angesagt - erst um 8:15 Uhr ist Treffpunkt in der Hotel Lobby, so dass vorher noch ein ausgiebiges Frühstück möglich ist. Unsere Annahme von Gestern bestätigt sich: vermutlich die komplette Schiffsbelegung ist ab jetzt zusammen - knapp 80 Personen; für den heutigen Ausflugstag auf drei Busse verteilt. Ohne bereits alle kennengelernt zu haben, schätzen wir den Anteil an Amerikaner/Engländer auf über 80 %, ein Paar aus Asien (wir vermuten Japan) ist dabei. Nachdem alle über Scannen eines QR Codes die Mittagessens-Auswahl getroffen haben, geht es mit dem Bus in die Altstadt von Quito. Unterwegs erzählt uns unsere Guide Fatima viel Interessantes zur Geschichte von Ecuador. Bemerkenswert ist der Hinweis, dass wir, die aus Peru kommen, gehört haben, dass die Inkas in Peru von den Spaniern unterworfen wurden - dass aber hier in Ecuador zuvor die Inkas dies mit der indigenen Ecuadorianischen Bevölkerung getan haben. Die zuerst "neuzeitliche" Bebauung (mehr oder weniger attraktiv, baufällig) weicht, als wir die Altstadt erreichen, architektonisch sehr schönen Häusern - leider sind die Fassaden oft in desolatem Zustand. Fatima bittet uns, auf Handys und Taschen aufzupassen; Taschendiebe seien schnell und selbst wenn wir zum Verfolgungssprint ansetzen würden, nach einem Häuserblock würde uns aufgrund der Höhe die Luft ausgehen - da seien die Taschendiebe im Vorteil. Außerdem gilt auch in Ecuador: "cars don't respect us, we have to respect them" = äußerste Vorsicht beim Überqueren von Straßen. Unseren ersten Stopp machen wir an der Kirche San Francisco - einer sehr imposanten Barockkirche mit u.a. komplett vergoldetem Hochaltar. Eine Weile dürfen wir der laufenden Andacht inkl. Musik lauschen. Im angrenzenden Franziskanerkloster leben nur noch 12 Mönche, weite Teile des Klosters sind Museum. Da die Altstadt von Quito UNESCO Weltkulturerbe ist, hat man z.B. bei einem Haus die Fassade erhalten, während man im Inneren den Zugang zur Metro gebaut hat. Unser Weg führt uns zu Fuß weiter zur Iglesia de la Compañía - ebenfalls eine prachtvolle Barockkirche; 52 kg Gold wurden hier "verarbeitet" und der Bau dauerte rund 160 Jahre. Weiter geht es zum Plaza Grande der u.a. vom Präsidentenpalast und Kirchenbauten gesäumt wird. Die gelegentlich zu sehenden Soldaten sind zur Unterstützung der Polizei als Security da, so erklärt uns Fatima. Nur ein paar Häuserblocks weiter dürfen wir in einem winzigen Raum an einem "chocolate tasting" teilnehmen; wir bekommen die aufwendige manuelle Herstellung von Schokolade erklärt und dürfen die verschiedenen Sorten probieren; die am Ende hergestellten Passionsfrucht-Pralinen sind sehr lecker! (schauen wir mal, ob wir unseren Schokoladen-Einkauf bis nach Hause mitnehmen können oder ihn leider schon vorher gegessen haben werden) Direkt vor der Tür werden wir von unserem Bus abgeholt und fahren gut 45 min aus Quito raus zum Mittagessen in ein Restaurant mit begeisternder Lage am "Rand" der Caldera (Kessel) Pululahua, einer kesselförmigen Vertiefung vulkanischen Ursprungs, entstanden entweder durch Explosion oder durch Einsturz und deutlich größer als ein Vulkankrater. In diesem Fall hat sie einen Durchmesser von 3 km, wird landwirtschaftlich genutzt und rund 500 Menschen leben dort. Wir haben das Glück, bei guter Sicht diese seltene Naturerscheinung von oben sehen zu können. Auf dem Rückweg legen wir einen Stopp am Mitad del Mudo ("Mitte der Welt") ein. Das 30 Meter hohe Monument kennzeichnet die Äquatorlinie, so dass wir mit einem Bein auf der Nordhalbkugel und mit dem anderen auf der Südhalbkugel stehen können. Anschließend geht es zurück ins Hotel mit letzten Instruktionen für unsere morgige Anreise auf die Galapagos Inseln; den Abend verbringen alle Reisenden individuell.
Mittwoch
11. Mrz
2026
Tagesstart
Ort: Cusco
Uhrzeit: 03:30 Uhr
Tagesende
Ort: Quito
Uhrzeit: 20:30 Uhr
Höhenmeter: von Cusco (3400 m) über Lima (150 m), nach Quito (2850 m)
Wetter: bewölkt, bei Ankunft in Quito kurzer Regenschauer, mäßig warm bis frisch
Tagesbericht:
<diesen Transfertag von Cusco nach Quito hole ich nach>
Dienstag
10. Mrz
2026
Tagesstart
Ort: Cusco
Uhrzeit: 03:30 Uhr
Tagesende
Ort: Cusco
Uhrzeit: 20:30 Uhr
Höhenmeter: von Cusco auf 3400 m, über Aguas Callientes (2000 m), nach Machu Picchu (2400 m) - und zurück (da hat der Kreislauf ordentlich zu tun)
Wetter: leicht bis stärker bewölkt, mit kurzem sonnigen Abschnitt, zwei Regenschauer; angenehme Temperatur, in der Sonne warmT
Tagesbericht:
Hat hier jemand etwas von Urlaub gesagt? Um 3:30 Uhr klingelt der Wecker erbarmungslos und auf 4:00 Uhr erhalten wir vom Hotel zusätzlich zur Sicherheit einen "Wake-up Call", denn bereits um 4:30 Uhr treffen wir uns alle, mehr oder weniger wach, in der Hotel Lobby, wo für jeden eine Frühstückstüte bereit steht und es auch einen Kaffee oder Tee gibt. Zusammen mit unseren drei Tour-Guides machen wir (21 Reisende) uns um 4:45 Uhr in unseren zwei Sprinter Bussen auf den Weg Richtung Machu Picchu. Wir verlassen das noch schlafende Cusco auf teilweise steilen Straßen bergauf; nur streunende Hunde sind schon unterwegs. Rund zwei Stunden fahren wir über Land und durch kleinere Ortschaften in den aufgehenden Morgen; Straßenhändler beginnen ihre Stände aufzubauen. Michaela hat vorsorglich etwas gegen Reiseübelkeit genommen - was eine gute Entscheidung war. Unser Fahrer ist ausgezeichnet, aber den unbeschreiblich schlechten Straßenzustand kann er nicht ändern und er versucht immer, den teilweise riesigen Löchern gekonnt auszuweichen. Kommt allerdings Gegenverkehr, bremst er quasi auf Null ab, genauso wie vor den teilweise enorm hohen Bodenwellen zur Verkehrsberuhigung. So dass der Fahrfluss ein beständiges Stop-and-Go ist. Als wir an dem See Huaypo vorbeikommen, erzählt uns Juan, dass in den hohen Anden-Seen u.a. die Lachsforelle erfolgreich angesiedelt wurde. Spannend ist auch, dass in dieser Höhe (um die 3200 m) noch volle Landwirtschaft mit Ackerbau und Viehzucht möglich ist. Um 6:45 Uhr kommen wir in Ollantaytambo an und uns bleibt nur kurz Zeit, bevor die Abfahrt unseres Zuges waggonweise aufgerufen wird. Vom Wartehaus bis zum Bahnsteig sind es ungefähr 300 m entlang einer von Imbiss- und Souvenirständen gesäumten Straße. Eine junge Peruanerin in Andentracht trägt ein Schild mit dem Waggonbuchstaben, begleitet wird sie von einem jungen Peruaner ebenfalls in Tracht. Wir Reisende stellen uns hinter ihnen auf und singend und tanzend führen sie uns zu unserem Waggon. Auch wenn es eine touristische Maßnahme ist, hat es etwas berührendes. Die Fahrt mit der Schmalspurbahn durch das "Heilige Tal der Inka" entlang des teilweise recht wilden Flusses Urubamba nach Aguas Calientes dauert gut eineinhalb Stunden. Schnell haben wir die wenigen Häuser des Ortes hinter uns gelassen und können ausgiebig die mächtigen und steilen Berge im mal engeren, mal weiteren Tal anschauen. Während der Fahrt kommt ein Heiler in unseren Waggon, gibt jedem von uns drei Coca-Blätter in die Hand und einen Zettel mit einem peruanischen Gebet an die Natur-Gottheiten. Er zelebriert ein Ritual an diese Natur-Gottheiten und an einigen Stellen dürfen wir mitmachen. Kurz vor dem Ziel wird die Vegetation urwaldartig. In Aguas Calientes angekommen müssen wir nochmals 30 Minuten mit einem Bus über eine sehr enge Serpentinenstraße rund 400 Höhenmeter machen und kommen dann am Eingang zum "Machu Picchu-Gelände" an (2400 m). Unsere Führung über das weitläufige Gelände dauert gut zwei Stunden und -was sollen wir sagen- es ist beeindruckend, begeisternd, faszinierend! Und laut unserem Guide haben wir sagenhaftes Glück mit dem Wetter: trocken, leicht bewölkt und freie Sicht zum Berggipfel des Machu Picchu - das gibt es in dieser Jahreszeit wohl eher seltener. Er erzählt uns viele Details sowohl zu den Gebäude-Resten als auch Geschichtliches zur damaligen Zeit. Mit großem Respekt bestaunen wir diese bauliche, sehr durchdachte Leistung! Michaela spürt eine tiefe Dankbarkeit, das gesehen zu haben und den "Geist" dieses Ortes spüren zu dürfen. Gerne hätten wir uns hier noch viel länger aufgehalten, aber es ist keine Zeit zur freien Verfügung vorgesehen - und außerdem fängt es just in dem Moment an zu regnen, als wir wieder in den Bus steigen. Wieder unten in Aguas Calientes angekommen führt uns Juan in ein sehr schönes Restaurant zum späten Mittagessen, dessen Lage bemerkenswert ist: zwischen zwei Gleisen, darüberhinaus mit Blick auf den Fluß. Nach einem anschließenden kleinen Bummel durch den Ort treten wir den Heimweg an: erst mit dem Zug, dann mit dem Bus. Es ist 20:30 Uhr bis wir wieder im Hotel sind (bei einem Tagesbeginn um 3:30 Uhr!) und wir sind total erschöpft, so dass wir uns das Abendessen schenken.
Nachtrag zur Höhenkrankheit: morgens hatten wir beide etwas Kopfweh, unsere Schlafqualität ist schlecht, genauso wie Michaela Sauerstoffsättigung. Aber darüberhinaus haben wir keine Beschwerden.
Montag
9. Mrz
2026
Tagesstart
Ort: Lima
Uhrzeit: 06:30 Uhr
Tagesende
Ort: Cusco
Uhrzeit: 21:30 Uhr
Wetter: Lima neblig, schwül-warm; Cusco bewölkt, 1 Regenschauer, kühl bis sehr frisch
Tagesbericht:
Der Wecker um 6:30 Uhr muss uns nicht mehr wecken und beim Blick nach draußen auf dichten Nebel über Lima sind wir einmal mehr dankbar für den gestrigen Tag. Nach dem Frühstück treffen wir unseren Guide Julio in der Lobby - er übernimmt unsere Koffer und gibt uns unsere Boardingpässe. Unsere Gruppe besteht inzwischen aus 21 Personen, mehrheitlich Engländer und Amerikaner (soweit wir das bereits mitbekommen haben), zwei aus Südtirol und wir zwei. Wir passen inkl. Gepäck in einen Bus und erreichen trotz dichterem, chaotischen Verkehr planmäßig Lima Flughafen. Zum Verkehr ist Julios Beschreibung mit einem Augenzwinkern unserer Beobachtung nach sehr zutreffend: Verkehrsregeln sind nur eine suggestion (Empfehlung) und für Fußgänger gilt, Ampeln und pedestrian crossings (Zebrastreifen) sind nur decoration (zur Zierde). Zum wiederholten Mal gibt Julio uns Tipps und Hinweise bzgl. der Höhenkrankheit - immerhin liegt Cusco auf 3400 Metern: viel Wasser trinken (keinen Alkohol), eher keinen Coca-Tee (wenn man ihn nicht gewöhnt ist), dafür Muña-Tee (Andenminze), leicht essen, keine schnellen und anstrengenden Bewegungen. Wir sind gespannt, ob/wie wir etwas von dieser Höhe merken. Etwas über eine Stunde dauert der Flug nach Cusco und nachdem wir alle unser Gepäck haben, werden wir auf zwei kleinere Busse aufgeteilt; wir erhalten zwei zusätzliche Guides für die nächsten zwei Tage -unserer ist Juan- und werden ins Hotel gebracht. Bereits auf dem sehr kurzen Weg durch Cusco zum Hotel empfinden Peter und Michaela gleichermaßen "good vibes" von dieser Stadt. Wir können es noch nicht in Worte fassen, aber hier ist nicht nur beeindruckend, sondern auch schön vorhanden. Unser Hotel ist im Vergleich zu dem in Lima klein und hat eine fantastische Ausstrahlung; das direkt nach unserer Ankunft servierte Mittagessen ist ausgezeichnet - das Wohlgefühl von der Ankunft bestätigt sich hier. Uns bleibt nur eine sehr kleine Verschnaufpause, bevor wir zur gemeinsamen Nachmittagstour aufbrechen; zum Glück hört der kurze, aber heftige Regenschauer just auf. Zuerst besichtigen wir das gegenüberliegende Convent Santo Domingo - hier haben die Spanier eine Kirche auf den Mauern einer alten Inkastätte errichtet, von der immer noch teilweise große Stücke vorhanden sind. Erneut wird uns deutlich, mit welcher Macht die damalige Inka-Kultur quasi ausgelöscht wurde. Weiter geht es zum sehr schönen Plaza Mayor; neben der Catedral del Cusco und einer Jesuiten-Kirche umrahmen maximal 2-geschossige Häuser mit netten Fassaden mit Arkadengängen und kleinen Geschäften diesen Platz, der ein sehr gepflegter kleiner Park ist. Anschließend verlassen wir Cusco und fahren weiter bergauf zur Ruine der Inka-Festung Saqsaywaman - eine beeindruckende Anlage, die wir aus Zeitgründen leider nur zu einem kleinen Teil anschauen können. Es ist bis heute nicht klar, wie die bis zu 60 Tonnen schweren Steine transportiert wurden. Und noch einmal geht es weiter bergauf (Peters Uhr misst 3760 m!) zum Museo Sulca Textiles, wo wir Llamas und Alpakas sehen und uns die Handwerkskunst der Textilherstellung erklärt wird und wir viele verschiedene Wolle zum Anfühlen erhalten. Es sind wunderschöne Teppiche (und anderes) mit wunscherschönen Motiven; je nach Größe dauert die Herstellung etliche Monate oder gar Jahre. Mittlerweile ist Abend geworden und wir fahren zurück ins Hotel; Abendessen im Hotel geht jeder wie er mag; und so geht ein weiterer erlebnisreicher Tag zu Ende.
Zur Höhenkrankheit: Peter spürt eher nichts, nur gelegentlich kurze "Hopser" im Puls; Michaela hat ganz leicht und nur kurzzeitig etwas Luftnot und Herzklopfen. Das hört sich soweit undramatisch an und ist hoffentlich bis Morgen auch schon deutlich weniger.
Sonntag
8. Mrz
2026
Tagesstart
Ort: Lima
Uhrzeit: 06:00 Uhr
Tagesende
Ort: Lima
Uhrzeit: 20:30 Uhr
Wetter: bewölkt bis sonnig, warm bis schwül-heiß
wir Schlauberger haben die Sonnencreme im Hotel gelassen
und haben am Ende des Tages rote Arme - Äquator-Lage voll außer Acht gelassen - tststs
Tagesbericht:
Ein kleinwenig früher als der Wecker gestellt war, werden wir um kurz vor sechs von alleine wach - gut ausgeruht, mit frischer Energie und voller Neugier auf den vor uns liegenden Tag. Von unserem Zimmer im 10. Stock haben wir Ausblick auf die Stadt; der Himmel ist locker bewölkt und es ist bereits mäßig warm. Wir genießen ein sehr gutes und vielfältiges Frühstück, bevor wir anschließend einen kurzen Abstecher zum Rooftop Restaurant des Hotels machen, um einen schönen Blick auf den Pazifik zu erhaschen. Und dann treffen wir auch schon unseren heutigen Guide Guilherme, der uns (9 Personen) auf einer Stadtrundfahrt durch Lima viele Informationen und kleine Geschichten erzählt. Allein dieser kleine Abriss zur Geschichte Perus beeindruckt uns sehr; Peru ist so viel mehr als nur die Inkas. Fast ungläubig stehen wir mitten in Lima vor den Resten einer Pyramide (und es ist nicht die einzige in Lima!); in der Altstadt von Lima erinnern viele im Kolonialstil erbauten Häuser an vergangene Zeiten, auch wenn sie bedauerlicherweise in teilweise marodem Zustand sind. Am Plaza Mayor kommen wir am Präsidentenpalast vorbei; wir werfen einen Blick in die Basilica Catedral de Lima; und wir besuchen das ehemalige Dominikaner Convent Santo Domingo, mit einer kleinen, aber beeindruckenden alten Bibliothek und einem sehr schönen Innenhof. Beim Abstecher an den Fluß Rio Rimac können wir zum einen auf der anderen Seite die sogenannte Panamericana sehen (Schnellstraßen, die Alaska mit Feuerland verbindet) und zum anderen in etwas Entfernung einen Hügel mit bunten Häusern, zu dem uns Guilherme erklärt, dass das der Cerro San Cristobal und ein Slum ist, in dem 20 Tsd. Menschen beengt leben, nicht alle mit Strom und Wasser, und dass auf der Rückseite 1 Mio. Menschen in diesen Verhältnissen leben. Wir besuchen als nächstes das in vierter Generation private Museo Larco zur Geschichte Perus mit beeindruckenden Exponaten. Wir tauchen einwenig in die tiefe Naturverbundenheit, die Bräuche und Riten der vergangenen peruanischen Kulturen ein; und als Guilherme von "mother earth" spricht, spüren Peter und ich gleichermaßen, dass da noch "etwas" ist, das auch Jahrhunderte später die Christianisierung überdauert. Das Museum liegt in einer wunderschön gepflegten Gartenanlage und im dazugehörenden, ebenfalls sehr ansprechenden Restaurant nehmen wir ein spätes Mittagessen. Anschließend geht es zurück ins Hotel und wir machen uns gleich nochmals zu Fuß auf den Weg und suchen den empfohlenen Kennedy Park auf, in dem Kunsthandwerker und Maler ausstellen, wo musiziert wird und Familien Freizeit verbringen - einfach buntes, abwechlungsreiches, quirliges Treiben; und es wohnen zahlreiche Katzen in diesem Park, denen Häuschen aufgestellt wurden und die gefüttert werden und mehr oder weniger zutraulich sind. Zurück wählen wir den Weg auf der "oberen Strandpromenade" und genießen den Blick aufs Meer und die untergehende Sonne. Um 18:00 Uhr treffen wir unseren Guide Julios, der uns die nächste beiden Tage begleiten wird und uns dazu Informationen und Instruktionen gibt.
Wir beschließen, dass wir noch ausreichend satt vom für uns ungewohnten Mittagessen sind und außerdem ein bißchen erschöpft und übervoll an Eindrücken, so dass wir keine weiteren Unternehmungen starten, sondern den Tag beenden. Wir halten für uns fest, dass Lima für uns keine schöne Stadt im Sinne Wortes ist, aber es ist eine beeindruckende Stadt und auf jeden Fall eine Reise und mehr Zeit wert, als dieser eine Tag, den wir hatten.
Freitag/Samstag
6. und 7. Mrz
2026
Tagesstart
Ort: Frankfurt
Uhrzeit: 03:30 Uhr
Tagesende
Ort: Lima
Uhrzeit: 20:40 Uhr
Tagesbericht:
Freitag Morgen stehen wir zeitig auf, um in aller Ruhe die letzten Dinge zu richten. Michaela hat eine Email von KLM zum Online-Check-in bekommen - Peter nicht. Seine Worte kurz darauf "Wir haben ein Problem" sind sehr alarmierend: Peter ist plötzlich von der KLM-Passagierliste verschwunden, dafür steht dort (wieder) Peters Schwester Mariella, die ihre Reise aber storniert hat. Noch vor dem Frühstück telefoniert Peter mit der Hurtigruten Notfall-Hotline und erhält immerhin einen direkten Ansprechpartner, der zusagt, sich zu kümmern. Richtig entspannt sind wir aber nicht mehr; zum Glück ist erst am Samstag Früh der Abflug, so dass ein kompletter Arbeitstag zur Klärung vorhanden ist. Wir arbeiten noch die letzten Punkte unserer to-do-Liste ab aber immer mit einem Ohr Richtung Telefon. Endlich - gegen Mittag kommt die Nachricht, dass Peter einen neuen Buchungscode erhalten hat und damit wieder ordnungsgemäß als Passagier geführt wird. Was ist aber mit unserer bereits vor Wochen getätigten kostenpflichtigen Sitzplatzreservierung auf etwas komfortablere Plätze? Michaelas Reservierung gibt es noch - Peters ist futsch - und kann auch weder durch Hurtigruten noch durch die KLM-Hotline vorgenommen werden, da der Online-Check-in bereits begonnen hat. Das sollen wir am Flughafen direkt klären. Im System sehen wir, dass Peters ursprünglicher Platz (neben Michaela) noch frei ist und kurzerhand bucht Peter ihn erneut (mit späterer Erstattung durch Hurtigruten). -puuh- diese Aufregung war echt unnötig. Und dann ist es auch schon Zeit, dass wir uns auf den Weg machen. Der Regionalexpress verspätet sich und schließlich werden uns nur noch 3 Minuten zum Umstieg in Baden-Baden angezeigt... Wir suchen bereits nach den nächsten Verbindungen und stellen uns auf eine spätere Ankunft am Flughafen ein. Bei der Einfahrt im Bahnhof Baden-Baden sehen wir, dass unser Anschluss-ICE noch nicht da ist - das versuchen wir! Mit einem beherzten Sprint (mit zwei sehr großen Koffern!) einmal Treppe runter und dann wieder Treppe hoch - eben kommt unser ICE zum Stehen - wir entern ihn, wo wir gerade sind - und weiter geht's. Glück gehabt! Am Frankfurter Flughafen holen wir an T1 in einer Wechselstube die vorbestellten Dollar und fahren dann ins T2. Von hier sind es knapp 15 Minuten zu Fuß bis zu unserem sehr günstigen und vollkommen ausreichenden Hotel. Nach einer kleinen Verschnaufpause nehmen wir beim Italiener um die Ecke unser Abendessen; anschließend wird der Wecker auf 3:30 Uhr gestellt - und kurz nach der Tagesschau beschließen wir diesen aufregenden Vor-Anreisetag. Hoffentlich war's das mit den Reise-Challenges.
Am Samstag sind wir bereits vor dem Wecker wach und erreichen schon um 4:40 Uhr Terminal 2, wo uns der Self-Check-in der Koffer gleich wieder vor eine Herausforderung stellt, die wir aber mit der freundlichen Unterstützung einer KLM-Dame gemeistert bekommen; die anschließende Sicherheitskontrolle passieren wir ohne Komplikationen. Erfreulicherweise sind zu dieser frühen Zeit Läden und Coffee-Shops bereits geöffnet, so dass wir uns nun entspannt ein kleines Frühstück gönnen, bevor wir in unseren Cityhopper steigen. Akkustisch bekommen wir es nicht richtig mit - auf jeden Fall verzögert sich unser Abflug ein ums andere Mal - und wir fangen an zu rechnen, ob es uns auf unseren Anschlussflug noch reicht. Endlich starten wir. In Amsterdam haben wir schlussendlich noch bequem Zeit für unseren Umstieg (während Mitreisende mit Ziel JFK ihren Flug verpasst haben); Michaela ist fasziniert von der automatisierten Passkontolle. Und dann dürfen wir unseren großen Flieger besteigen; wir haben unsere etwas komfortableren Sitzplätze; der eine Platz neben uns bleibt leer und verschafft damit Bewegungsfreiheit. Nach einem leicht verspäteten Start liegt nun ein 12 stündiger ruhiger Flug vor uns, und unser Abenteuer kann beginnen. Um kurz nach halb sechs Ortszeit (23:30 Uhr in Deutschland) landen wir Lima; knapp eine Stunde benötigen wir dann, bis wir durch die Passkontrolle sind - dafür sind unsere Koffer just in dem Moment abholbereit, als wir am Kofferband eintreffen. Im Ankunftsbereich finden wir ohne viel Suchen unseren Guide bzw. er uns, und zusammen mit zwei Engländerinnen geht es in gut 45 Minuten zu unserem Hotel. Trotz mittlerweile einsetzender großer Erschöpfung schauen wir uns auf der Fahrt die Umgebung genau an: das direkt an den Flughafen angrenzende Stadtviertel ist eher ärmlich, niedrige Häuser, ob gerade im Bau oder im Abriss lässt sich nicht immer eindeutig sagen; unglaublich ist die oberirdische Verlegung der Elektrizität - immer wieder Masten mit Kabelknäulen und ein Wirrwar an Leitungen in alle Richtungen. Es folgt eine Strecke auf einer breiten Küstenstraße - auf der einen Seite der Pazifik, auf der anderen Seite zwischen 50 und 150 Meter hohe Klippen - wo sich weitere Stadtviertel von Lima befinden. Wir erreichen unser Hotel im Stadtteil Miraflores, das in der ersten Reihe nahe an dieser Klippe steht. Nach dem Check-in sind wir allerdings zu keinen Erkundungen mehr imstande, und um kurz nach halb neun knipsen wir das Licht aus.

































































